Warum Du kein eigenes Buch schreibst (+ 4 Fragen, um es doch zu schaffen)

„Mal ein Buch schreiben“ hat gefühlt jeder zweite Mensch vor. Oft ertappe auch ich mich dabei, anderen vorzuschlagen: „Darüber solltest Du ein Buch schreiben.“ Obwohl ich genau weiß, dass es so gut wie niemand machen wird.

Endlich das eigene Buch schreiben: Treffe diese 4 Entscheidungen, bevor Du startest! So kommst Du vom Träumen zum Bücherschreiben.

„Ein eigenes Buch schreiben“ ist eine ähnlich vage Traumvorstellung wie das Leben am karibischen Sandstrand. Wer setzt sich wirklich damit auseinander, wie es vor Ort sein wird? Weit und breit gibt es keine kulturelle Unterhaltung. Eine Scheibe Schwarzbrot wäre mal wieder schön. Der Sonnenbrand tut, was er soll – er brennt. Die Stechmücken beißen pünktlich zur Dämmerung. Nachts kann man nicht schlafen, weil der Ventilator lärmend um sich selbst eiert.

Die Traumvorstellungen „Leben in der Karibik“ und „ein eigenes Buch schreiben“ halten sich auch deshalb so hartnäckig, weil man sie im Grunde leicht umsetzen kann. Du buchst einen Flug, packst Deine Tasche, steigst in den Flieger. Du fährst Deinen Laptop hoch, setzt Dich hin und fängst an zu tippen. Gerade weil es so machbar ist, kann man den „Plan“ getrost auf die nahe Zukunft schieben. Und schieben. Und schieben.

Dauerhaft in der Karibik zu leben muss man wollen. Ein Buch zu schreiben auch. Und zum Wollen braucht man eine genaue Vorstellung. Sie hilft, zielgerichtet zu schreiben – und zu veröffentlichen. Je genauer Du weißt, wie Dein Traumbuch aussehen soll, desto eher wirst Du es schreiben.

Wenn Du ein eigenes Buch schreiben willst, brauchst Du eine genaue Vorstellung. Bereit für die Wahrheit?

Ein Buch zu schreiben enthält nur zwei Prozent Glamourfaktor, verlangt aber 98 Prozent Durchhaltevermögen. Ein Buch zu schreiben kann einsam machen. Mit Sicherheit entdeckst Du skurrile Seiten an Dir. (Schaue sie Dir so wohlwollend es geht an.) Dein Steißbein wird sich beschweren.

Aber das sind Aspekte, auf die ich ein andermal eingehe. In diesem Blogpost tauschen wir die rosaroten durch klare Brillengläser und schauen auf das Ergebnis des Buchschreibens: auf das Buch höchstpersönlich. Denn es gibt unendlich viele Arten von Büchern. Und wenn in Deinem Kopf „Bücher schreiben“ aufploppt, dann ist es sicher nicht das Gleiche wie bei Deinem Nachbarn.

Jede und jeder hat eine andere Vorstellung vom Prototypen „Buch“.

Entscheidung #1: Für wen schreibst Du?

Endlich das eigene Buch schreiben: Treffe diese 4 Entscheidungen, bevor Du startest! So kommst Du vom Träumen zum Bücherschreiben.

Das A und O! Du schreibst immer, immer, immer für Deine Leser*innen. Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen. Erwähnte ich schon, dass Du immer für Deine Leser*innen schreibst?

Überlege Dir, wer Deine ideale Leserin, Dein idealer Leser, ist. Stelle Dir konkrete Situationen vor, in denen sich ihre Persönlichkeit zeigt. Zum Beispiel, wie sie, bereit zur großen Rundreise, mit Backpack am Bahnsteig steht und ihr Herz bricht, weil eine alte Frau um Geld bittet. Oder wie er erschöpft seine Tochter zur Kita bringt, die Spucke auf dem Hemd ignoriert, um schneller zur Arbeit zu hetzen.

Entscheidung #2: „Fiction“ oder „non-fiction“?

Die zwei großen Kategorien des Schreibens haben im englischen Sprachraum treffende Bezeichnungen: „fiction“ und „non-fiction“. Die Begriffe sprechen für sich: Es geht um die Unterscheidung zwischen beispielsweise einem Roman und einem Sachbuch. Natürlich kannst Du auch in einem Sachbuch eine kurze Geschichte erzählen. Aber wenn Du „nicht-fiktional“ schreibst, beschreibst Du vor allem konkrete Sachverhalte.
Kann eine Geschichte am besten Deine Botschaft transportieren? Oder willst Du Deine Leser*innen systematisch zur Lösung eines Problems führen?

Wenn Du einen Roman, eine Novelle oder Kurzgeschichten schreiben möchtest, empfehle ich Dir Marie von Schreib fantastisch.

Wenn Du Deine Expertise in ein Sachbuch oder einen Ratgeber packen möchtest, hast Du zwei Möglichkeiten:

  1. Starte genau jetzt mit meinem Schreibcoaching.
  2. Trage Dich unverbindlich in die Interessentinnenliste für die kommende Mastermind „von Null auf Buch“ ein:

Entscheidung #3: Welche Form hat Dein Buch?

Heute kann ein Buch ausschließlich auf einem E-Reader existieren. Oder auf einer Website. David Kadavy hat mir dafür die Augen geöffnet. Er verkauft How to write a book* als E-Book auf Amazon. Gleichzeitig kann man den Text kostenlos als langen Post auf seinem Blog lesen. Was ist es nun? Ein Buch oder ein Blogpost?

Was ein Buch ist, wird gerade neu erfunden. Es kann nur fünf Seiten umfassen und am Ende Werbung machen für weitere Publikationen. Es kann 300 Seiten Geschwafel enthalten. Es kann prägnant wertvolles Wissen vermitteln.

Stelle Dir vor, wie Dein*e Lieblingsleser*in Dein Buch in der Hand hält. Wie lange braucht sie oder er, um es durchzulesen? Welchen Gesichtsausdruck nimmst Du bei ihr oder ihm wahr? Was tut sie oder er unmittelbar nach der Lektüre?

Entscheidung #4: Verlag oder Selfpublishing?

Früher war alles anders. Da nahm man das Buch in die Hand, blätterte durch, roch an den Seiten (ich habe dabei immer versucht, den Verlag zu erraten). Die Verlage hatten die Macht, und sie bestimmten, was verkauft werden sollte. Heute kann jeder ein E-Book veröffentlichen.

Entscheidest Du Dich für den langwierigeren, renommierteren Weg über einen Verlag, recherchierst Du erst einmal, in welche Verlagsprogramme Dein Buch passen könnte. Dann schickst Du ein Exposé nach deren Vorgaben dorthin. (Ein bisschen Netzwerken schadet auch nicht.) Möchtest Du im Eigenverlag veröffentlichen, brauchst Du natürlich kein Exposé. Es wird Dir aber das Schreiben erleichtern.

Und nun verrate mir doch in den Kommentaren:

Wie sieht Dein Traumbuch aus?

*Dieser Text enthält werbende Inhalte zu meiner Dienstleistung und/oder zu Dienstleistungen/Produkten, von denen ich überzeugt bin. Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind Werbe-Links. Ich erhalte eine Provision, wenn du darauf klickst und darüber einkaufst. Für dich verändert sich der Preis nicht. Mehr erfährst Du in meiner Datenschutzklärung.

4 Comments

  1. Juhu, ich schreibe ein Buch nach einer wahren Begebenheit. Es soll die Leser inspirieren ihre Träume zu leben. Alles ist möglich, allerdings nicht ohne Verstand oder Vorbereitung. Als Grundlage dient meine 3-monatige-Auszeit in Mexiko. Es geht um die Liebe zum Land und der Kultur sowie die super spannende Geschichte rund um die Maya. Was mir besonders hilft: ein Whatsapp-Chat, den ich von damals gespeichert habe. So erinnere ich mich an sehr sehr viele Einzelheiten:-) Auf dieser Reise habe ich mich selbst gefunden und meinen besten Freund! Den einen wahren Freund, den sich jeder an seiner Seite wünscht. Bist du interessiert? Würdest du das Buch lesen? Möchtest du wissen, wie die Geschichte war und wie sie ausgegangen ist? Ich freue mich auf deine Rückmeldung, Corina

    Reply
    • Hola Corina,
      was für eine tolle Geschichte! Sie klingt nach „time of your life“, Wahnsinn. Super finde ich auch, dass Du den nicht einfachen Spagat schaffst zwischen Euphorie und „Boden unter den Füßen behalten“. Schreib mir gerne, wenn Du Dein Buch veröffentlicht hast!
      Liebe Grüße
      Anke

      Reply
  2. Liebe Anke, danke für deinen guten (und Carina würde sagen „knackigen“ Artikel! Ich werde deine Frage demnächst hier beantworten.

    Tauche vorher mal nach der Antwort in meinem Kopf und vor allem Herzen.

    LG YV

    Reply
    • Liebe Yvonne,
      wie schön, dass Du das Projekt „Buch“ konkreter erfühlen willst 🙂 Herz und Kopf sind gemeinsam unschlagbar. Ich freu mich total, wenn Du Deine Erkenntnisse hier teilst. Das macht es auch für Dich verbindlicher, und es kann anderen helfen, sich wirklich mit ihrem Traum auseinander zu setzen.
      Liebe Grüße
      Anke

      Reply

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